goldfüchse im schnee …

Ein richtig gutes Haiku zu schreiben, ist so ziemlich das Schwerste, was es gibt. Was tut man also, wenn man zwei Autorinnen kennt, die seit vielen Jahren Haiku verfassen? Richtig, man bringt sie zusammen, zumindest vorerst per Telefon und E-Mail. Und so entstand 2015 ein erster kleiner Haikuband von Janette Bürkle aus Lorch im Stauferland und Petra C. Erdmann aus Dresden: „der tulipan entblättert sich und amor schleicht ins land“. Die kongenialen Vignetten steuerte Florian L. Arnold bei. Alle drei lernten sich dann tatsächlich erst bei der Premierenlesung 2016 kennen. Und weil die Zusammenarbeit so schön war und das Buch so liebenswert, kam soeben ein zweiter Band ganz frisch aus der Druckerei: „goldfüchse im schnee und ganz leise lacht ein faun“. Die Geschwister passen so hübsch zusammen und harmonieren bestens miteinander, deshalb lasse ich sie hier auch gleich gemeinsam auftreten.

Eine große Ehre und Freude: Der wunderbare Schriftsteller Imre Török schrieb für uns bzw. die goldfüchse einen ebenso liebenswürdigen wie poetischen Kommentar, über den wir sehr glücklich sind:
„Die Haiku von Janette Bürkle und Petra C. Erdmann liebkosen Wandlungen des Jahres. Hochzeiten des Winters wetteifern mit mediterranen Düften, in zierartig huschender Leichtigkeit, wie Schwalbenflüge und Lerchenarien. Eine poetische Sammlung zartblauer Träume, geerdet am Kartoffelfeuer. Ganz und gar zum Liebhaben.“

Also falls Ihr noch was Feines, Kleines für Weihnachten sucht – das wäre eine Idee. Bestellungen über den Verlagsshop liefere ich sofort aus, und in der Verlagsauslieferung sind die Bücher auch vorrätig. Die Barsortimente haben sie auch, aber evtl. noch nicht ausgepackt.

Janette Bürkle, Petra C. Erdmann:
goldfüchse im schnee und ganz leise lacht ein faun
Haiku
Mirabilis Verlag, 14. Dezember 2020
ISBN 978-3-947857-09-8
Hardcover, Fadenheftung
mit 14 Abbildungen nach Fotografien der Autorinnen
56 Seiten; 14 €
Covergestaltung von Florian L. Arnold

Janette Bürkle, Petra C. Erdmann:
der tulipan entblättert sich und amor schleicht ins land
Haiku
Mirabilis Verlag 2015, 2. Auflage Dezember 2020
ISBN 978-3-9816674-2-4
Hardcover, Fadenheftung
mit 14 farbigen Vignetten von Florian L. Arnold
56 Seiten; 12,90 €
Umschlagestaltung von Florian L. Arnold
mit einem Begleittext von Jutta Weber-Bock


Vier Fragen an Florian L. Arnold

Die Zeit so still – Birgit Böllinger im Gespräch mit dem Autor Florian L. Arnold

Birgit Böllinger

Seit wenigen Tagen ist die Novelle „Die Zeit so still“, das vierte Buch, das Florian L. Arnold im Mirabilis Verlag veröffentlicht hat, nun in der Welt. Ich habe mit ihm über seinen Text gesprochen.

Florian L. Arnold. Bild: Nik Schölzel, Neu-Ulm.

Wo hast Du Dein Buch geschrieben?

Entstanden ist das Buch während des ersten Lockdowns im April 2020, innerhalb weniger Tage. Es war eine neue Erfahrung, denn üblicherweise schreibe ich am Besten, wenn ich den Ort wechsle. Ich kann zuhause nicht schreiben, ich muß dazu – üblicherweise, wie ich sagen muß – unterwegs sein. Dann kam dieser Lockdown, dieses diffuse Gefühl, eingesperrt zu sein, obwohl man ja doch für Einkäufe oder einen Spaziergang noch hinaus durfte. Ich war jeden Tag draußen in der Natur, aber ich hatte dennoch das Gefühl, nicht „raus“ zu können. Zudem der Gedanke: Wie geht es jenen, die nicht in die Natur hinaus können, die vielleicht…

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Florian L. Arnold: Die Zeit so still (Novelle)

Jedes Buch hat ja seine ganz eigene Geschichte. Als wir im Frühjahr alle von Corona und Lockdown heimgesucht wurden und auf einmal alles ganz anders war als gewohnt, sagte ich noch zu Florian: Bitte bloß kein Corona-Buch! – Allerdings hatte ich nicht bedacht, dass sozusagen stillgelegte Schriftsteller und Künstler ohne Lesungen und Veranstaltungen ganz natürlich und erst recht in außergewöhnlichen Situationen kreativ sind (und auch sein müssen) und ihr Empfinden künstlerisch verarbeiten. Außerdem sind sie listig … Florian erzählte mir ganz nebenbei von einem Hörspiel, das entstehen solle, und fragte, ob ich mal draufschauen könne. Ich schaute also ganz arglos – und schlug ihm spontan vor, dann doch ein kleines Buch daraus zu machen. Und es wurde ein recht ungewöhnliches, vor allem auch von der Form her (was haben wir gebastelt!). – Ist es nun doch ein Corona-Buch? Hm, jein. Es erzählt von der Begegnung zweier Männer während einer Pandemie unter extremen Bedingungen, zeit- und ortlos, nicht hier, nicht jetzt. Es erzählt von der Stille, vom Warten, vom Lauschen, von leeren Straßen, einer einsamen Straßenbahn und der Fahrt durch eine stumme Stadt, die dann doch so stumm gar nicht ist. Und es erzählt davon, wie wichtig Menschlichkeit und Mitgefühl sind, auch und gerade unter extremen Bedingungen. Deshalb ist dieses Buch entstanden.

Erscheinungstermin ist der 20. November 2020. Rezensionsexemplare versenden wir gern schon vorab. – Anfragen bitte an die Pressereferentin Birgit Böllinger oder den Verlag. (Vorbestellungen bitte direkt beim Verlag oder über LIBRI, KNV oder unsere Verlagsauslieferung Sova Maintal für Deutschland oder BuchBote in Österreich)

Florian L. Arnold: Die Zeit so still
Klappenbroschur, 108 Seiten, mit 6 Grafiken des Autors
ISBN 978-3-947857-10-4
D 16 EURO

Rezensionen zu „Andrin“ von Martina Altschäfer

Neu erschienen zwei ganz wunderbare Rezensionen zu Martina Altschäfers Roman „Andrin“, die uns sehr freuen:

Dr. Yvonne Schauch schreibt: „Andrin ist ein faszinierender Roman, der wie ein Vexierbild mit der Realität und dem Alltag, wie wir sie kennen, spielt.“
Hier könnt Ihr die ganze Rezension lesen: Blog von Dr. Yvonne Schauch

„Unterhaltsam, gut geschrieben, lesenswert“, findet Stefan Härtel im bemerkenswerten Blog Bookster HRO.

Wir bedanken uns sehr herzlich – fürs Lesen, für diese ausführlichen und wunderbar geschriebenen Besprechungen, in denen so viel Zeit und Arbeit stecken. Es ist immer wieder eine große Freude, wenn ein Buch mit so viel Aufmerksamkeit und auch Zuneigung bedacht wird.

Zuvor erschienen bereits ebenso fundierte und schöne Rezensionen, die wir mit großer Freude bei Facebook geteilt haben

von Riccarda Gleichauf bei Faust Kultur,

von Sonja Hampel in ihrem Blog Buchweiser,

im Blog Lieslos! von Dr. Susanne Probst ,

von Claudia Kowalski in Renies Lesetagebuch,

von Dagmar Eger-Offel im Blog Literatur im Fenster,

von Dieter Wunderlich und

Monika Abbas bei Monerls Bunte Welt, der das Buch nicht ganz so gut gefallen hat.

Euch allen an dieser Stelle noch einmal ein großes DANKESCHÖN!!

(Anmerkung zum Beitragsbild: Hier hält Martina Altschäfer ihren Holzschnitt probeweise ins Buch – passt perfekt! Auf Wunsch kann der Holzschnitt auch erworben werden.)

Nach dreißig Jahren

Wie war das damals, wie haben Menschen das Leben in der DDR empfunden? Manche weitgehend „normal“ – Familie und Freunde waren wichtig, eine Wohnung, ein Garten vielleicht, eine gute Ausbildung und eine sichere Arbeit. Normal, wenn man die Diktatur des Staates und seine wirtschaftlichen Probleme für sich ausblendete oder nur am Rande wahrnahm. Extrem, wenn man in Konflikt mit dem Staat geriet, ihn verlassen wollte oder musste, wenn man frei seine Meinung äußern wollte und gegen das Eingesperrtsein aufbegehrte.

So wie Jörg Sader, der als ganz junger Mann versuchte, über die Grenze zu fliehen und dabei gefasst wurde. Aus der Haft freigekauft, gelangte er schließlich nach Frankfurt am Main und studierte dort und in Paris Germanistik, Philosophie und Romanistik, war Dozent für Neuere deutsche Literatur und lebt heute in Berlin. Seine Erlebnisse um die Flucht herum, der Verrat durch Freunde, das Schreckliche der Haft hat er bis heute nicht vergessen können. Aber er konnte darüber schreiben. Im Erzählband „Alba, Liebste“ verarbeitet er viele dieser Eindrücke, ebenso leise und poetisch wie stark und nachhaltig bewegend.

Jörg Sader: Alba, Liebste
Erzählungen, ISBN 978-3-947857-01-2

Ganz anders erlebte der Autor und Theatermann Reinhard Kuhnert die DDR. Schauspieler, Dramaturg und Regisseur, studierte er auch am Literaturinstitut in Leipzig und konnte erste Erfolge feiern. Bis seine Texte den Zensoren zunehmend missfielen und schließlich nicht mehr gedruckt, seine Theaterstücke nicht mehr aufgeführt werden durften.
Über sein persönliches Erleben schreibt er in den beiden Romanen „Abgang ist allerwärts“ und „In fremder Nähe“.
Der Roman „In fremder Nähe“ ist seit September 2020 auch als Hörbuch im Michael John Verlag erhältlich.

Reinhard Kuhnert

REZENSIONEN (Auswahl)

„Abgang ist allerwärts“ (We read Indie, 02.10.2020)

„Abgang ist allerwärts“ (Kulturbowle, 28.11.2020)

„In fremder Nähe“ (Video, Kultur MD)

„In fremder Nähe“ (We read Indie, 19.11.2020)

Bild und Ton: LESUNGEN VON REINHARD KUHNERT

Abgang ist allerwärts (Lesung auf Soundcloud Mirabilis)

In fremder Nähe (Video, Michael John Verlag)

Martina Altschäfer: „Andrin“ – Rezension

Ich freu mich so! Über diese feine Rezension von Dieter Wunderlich auf seiner Website und bei Facebook zu Martina Altschäfers Debütroman „Andrin“. Tausend Dank dafür!!

Und HIER geht es zum Buch auf der Verlagsseite.

Das Coverbild ist ein Werk von Martina Altschäfer. Es ist auch separat als Holzschnitt zum Buch erhältlich; und so schön passt der Holzschnitt ins Buch:

Ein großes Dankeschön noch einmal auch für die tolle Rezension bei Buchweiser!

 

Zurückgeblättert …

„Mut ist ja ein Gemisch aus Vertrauen, Neugier, Überzeugung und Schnaps“, schrieb einst Sebastian Rogler in seiner Erzählung vom Maat Abdul Nasim Baqi im Band „Novelle. Geschichten sind nützlich. Sie schützen vor Mord, Tod, Pest und Langeweile“. — Mut brauchte ich wiederum gar nicht für dieses grandiose Projekt, das Sebastian Rogler und der Zeichner Matthias Beckmann 2016 zusammen mit dem Kunstverein Berlin-Tiergarten initiiert hatten. Acht Künstler planten damals eine gemeinsame Ausstellung in Berlin – mit dem Titel „Novelle“. Und statt des üblichen Ausstellungskatalogs entstand dieses kleine Buch mit je einer Erzählung und der Abbildung eines Kunstwerkes von jedem Beteiligten. – Originell, skurril, herrlich. Wer alles dabei war, könnt Ihr HIER nachlesen. Und so lernte ich auch Martina Altschäfer kennen. Von ihr ist nach dem Erzählband „Brandmeldungen“ gerade das zweite Buch in meinem Verlag erschienen, ihr Debütroman „Andrin“.

Dieter Wunderlich zu „Pirina“ von Florian L. Arnold

Eine große Freude und Ehre: Dieter Wunderlich hat den Roman „Pirina“ von Florian L. Arnold gelesen und rezensiert:

https://www.dieterwunderlich.de/arnold-pirina

Und bei der Gelegenheit empfehle ich auch gleich ein Nachlesen in Dieter Wunderlichs Favoriten- und Leseliste – eine spannende und entdeckungsreiche Wanderung durch die Literatur, wie ein Wiedersehen mit alten Freunden.

#Bücherhamstern im Blog Sätze und Schätze: „Pirina“ von Florian L. Arnold

Na, so was Schönes! Birgit Böllinger hamstert Bücher in ihrem exzellenten Blog Sätze und Schätze – und heute stellt sie unsere „Pirina“ von Florian L. Arnold vor. — Das Lesen in ihrem Literatur-Blog lohnt aber auch so immer (ich lese mich regelmäßig an ihren Rezensionen fest).

Bücherhamstern (20): Pirina