Ausgelistet. Das unsichtbare Buch

Ausgelistet. Das unsichtbare Buch.

Peter Handke hat den Literaturnobelpreis gewonnen. Das freut mich einerseits für ihn, andererseits aber auch für Lothar Struck, der sich seit vielen Jahren klug und akribisch mit dem Werk von Peter Handke auseinandersetzt und Autor meines Verlags ist. „Der Mann, der alles über Handke weiß“, schrieb Marc Reichwein am 02.09.2010 sehr treffend in der Welt über ihn. Heute, 2019, weiß Lothar Struck noch mehr, hat Peter Handke in Chaville persönlich kennengelernt und inzwischen neben zahlreichen anderen Publikationen drei großartige Bücher über Handkes Werk veröffentlicht. „Der mit seinem Jugoslawien – Peter Handke im Spannungsfeld zwischen Medien, Politik und Literatur“ erschien 2012 im Verlag Ille & Riemer Leipzig, „Der Geruch der Filme. Peter Handke und das Kino“ 2013 in meinem Mirabilis Verlag, wie auch Ende 2017 „Erzähler, Leser, Träumer. Begleitschreiben zum Werk von Peter Handke“ mit einem Vorwort von Klaus Kastberger. So freue ich mich also auch ganz eigennützig und hoffe auf einen guten Verkauf dieser Titel, die für Handke-Interessenten eigentlich unverzichtbar sind. Nur gibt es da einen Haken: Der für den Buchhandel wichtige Barsortimenter Libri hat den „Geruch der Filme“ ausgelistet, womit das Buch als nicht vorhanden angegeben und praktisch unsichtbar wird. Ich schreibe also an Libri und bitte darum, den Titel wieder zu listen. Die Antwort kommt sehr schnell von einer freundlichen Dame: Wegen zu geringer Nachfrage und geringem Umsatz ausgelistet, ich möge dafür bitte Verständnis haben. – Habe ich, wirklich, natürlich kann Libri sich nicht alle mager verkauften Titel dieser Welt (und der unabhängigen kleinen Verlage) in den Keller stellen. Aber müssen wenig nachgefragte Bücher gleich komplett verschwinden, kann nicht wenigstens mit Coverabbildung und bibliografischen Angaben auf ihre Existenz und eine mögliche Reaktivierung hingewiesen werden? – Jaha, schreibe ich an die freundliche Libri-Dame, das sehe ich ein, aber schauen Sie, die Situation hat sich gerade geändert – der Nobelpreis! – Die freundliche Dame versteht mich, verweist aber noch einmal auf die geringe Nachfrage. – Ah ja. Die derzeit geringe Nachfrage wundert mich nicht, wie soll man nach etwas scheinbar nicht Existierendem fragen? Aber gut, es gibt ja noch das gerettete KNV und das freut mich sehr. Eine Antwort auf meine Nachfrage erhalte ich leider trotzdem nicht. Bei Buchkatalog.de werden die Bücher von Lothar Struck als nicht mehr verfügbar angegeben, auch „Erzähler, Leser, Träumer“, das erst Ende 2017 erschienen ist. Immerhin sind sie dort zu sehen, zur Erinnerung sozusagen, das ist ja auch schon was. –

Was mache ich nun? Ich habe eine Verantwortung meinen Autoren gegenüber, der ich gern gerecht werden möchte. Die unsichtbaren Bücher sind da, ich kann sie sehen!! Bei unserer Verlagsauslieferung Sova in Maintal und auch hier im Verlagsbüro. Aber eben nicht im Barsortiment (bis auf „Erzähler, Leser, Träumer“, das ist immerhin – noch – bei Libri gelistet).

Solches Elend trifft natürlich nicht nur mich, sondern auch zahlreiche andere kleine unabhängige Verlage. Gibt es einen Weg heraus aus der Unsichtbarkeit für unsere Bücher?

Barbara Miklaw, Mirabilis Verlag

Lothar Struck:
https://www.begleitschreiben.net/; http://www.glanzundelend.de/

Lothar Struck: „Der mit seinem Jugoslawien – Peter Handke im Spannungsfeld zwischen Literatur, Medien und Polititk“; 24,80 €; ISBN 978-3-95420-402-1, Verlag Ille & Riemer, Leipzig 2012, 3., ergänzte Auflage, 2013; erhältlich als E-Book.

Lothar Struck: „Der Geruch der Filme. Peter Handke und das Kino“; 16,80 €; ISBN 978-3-9814925-4-5, Mirabilis Verlag, Miltitz bei Meißen 2013, 2. Auflage 2014.

Lothar Struck: „Erzähler, Leser, Träumer. Begleitschreiben zum Werk von Peter Handke“; 38 €; ISBN 978-3-9818484-1-0, Mirabilis Verlag, Miltitz bei Meißen 2017. – Bei Libri gelistet und erhältlich!

           

 

 

 

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Leipziger Buchmesse 2019

… und schon ist sie wieder vorbei, die Leipziger Buchmesse 2019. Durchatmen, Kisten räumen und auspacken, Gedanken und Eindrücke sortieren … schön war’s.

Daniel Faßbender las aus seinem Roman „Die weltbeste Geschichte vom Fallen“ am Messefreitagabend bei der UV-Lesung im Lindenfels Westflügel – die schönste Messeveranstaltung aller Zeiten, die es künftig womöglich so nicht mehr geben wird. Mit leiser Wehmut ein großes Dankeschön an die wunderbare Irina Kramp und alle Organisatoren und Organisatorinnen. Hier links im Bild Christine Koschmieder, souveräne Moderatorin, dann Dilek Güngör, Daniel Faßbender und Katharina Mevissen.

Die wunderbare Sozialpädagogin Elke Keil stellte am Donnerstag erst in der Umweltbibliothek Leipzig das erzählende Kindersachbuch „Nico, Emmi und der Wetterfrosch“ von Renate Klöppel vor, dann noch einmal auf der Messe, Lisa Mannagottera, im letzten Jahr noch sehr geschätzte Verlagspraktikantin, moderierte. Kinder und Eltern waren begeistert! (Die Verlegerin auch.)

Dr. Jörg Sader und Lisa Mannagottera im Gespräch in der Stadtbibliothek Halle. Jörg Sader las dort am Freitagabend aus seinem poetisch geschriebenen und nachhaltig berührenden Erzählband „Alba, Liebste“.

Reinhard Kuhnert und Michael Hametner am Freitagvormittag im Forum der Unabhängigen in Halle 5. Reinhard Kuhnert las aus seinem beeindruckenden Künstlerroman „In fremder Nähe“, wie schon am Abend zuvor in Bührnheims Literatursalon, dort moderiert von Barbara Stang. Anschließend wurden Reinhard Kuhnert und Michael Hametner von Salka Schallenberg (kulturmd) zum Interview gebeten. Auf diesem sehr empfehlenswerten Sender war zuvor schon eine Rezension zum Buch erschienen: HIER. Großes Dankeschön an Salka und Bernd Schallenberg!

Am Samstagabend las und erzählte Reinhard Kuhnert noch einmal, wieder gemeinsam mit Michael Hametner, im vielleicht schönsten und freundlichsten Modeatelier Leipzigs, wo uns ein herzliches Willkommen, gute Gespräche und interessierte Zuhörer und Zuhörerinnen erwarteten.

Aufregend, aber gerade noch rechtzeitig: Am Donnerstag konnte Florian L. Arnold seinen neuen Roman „Pirina“ am Messestand in Empfang nehmen, ganz, ganz frisch aus der Druckerei eingetroffen, wunderschön und wieder mit zahlreichen Grafiken versehen. Puh, das war wirklich knapp! Aber alles gut gegangen, so stand der Lesung in der sympathischen Galerie BeuteltierART nichts mehr im Wege. Janine Utsch moderierte wie immer liebenswürdig, klug und unterhaltsam.

Ein großes Dankeschön Euch allen, liebe Autoren, liebe Moderatorinnen und Moderatoren, liebe Helferinnen und Helfer – Ihr wart großartig!!

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Nico, Emmi und der Wetterfrosch – ein erzählendes Kindersachbuch von Renate Klöppel und Daniela Veit (Illustration)

Ganz frisch und neu und wunderschön: Unser zweites erzählendes Kindersachbuch in der Reihe „Schau hinter die Kulissen“: Nico, Emmi und der Wetterfrosch
von Renate Klöppel, mit Illustrationen von Daniela Veit

Es blitzt und donnert und Nico und Emmi fürchten sich ein bisschen. Ist ein Gewitter gefährlich? Woher kommen Blitz und Donner? Wie und warum entstehen Wolken, warum regnet, schneit oder hagelt es, und woher kommt der Wind? – Fragen, die der Onkel der beiden Kinder beantworten kann, denn er ist Meteorologe und wird von Nico und Emmi heimlich „Wetterfrosch“ genannt. Gemeinsam besuchen sie eine Wetterstation und schauen sich die Messinstrumente an. Sie beobachten Wolken, die Entstehung eines Gewitters, segeln auf dem Gardasee – und fast hätte Nico sich zu Opas Geburtstag im Nebel verirrt … Ein erzählendes Sachbuch für Kinder im Grundschulalter mit zahlreichen Illustrationen und Fotografien. Den Text für die Buchrückseite verfasste der bekannte Diplom-Meteorologe und TV-Moderator Sven Plöger.

Text der Buchrückseite:
Als ich dieses wundervolle Kinder- und Jugendbuch zum ersten Mal las, dachte ich wie vom Blitz getroffen: „Schade, dass es dieses Buch noch nicht gab, als ich jung war.“ Ich hätte es in kürzester Zeit sicher mehrere dutzend Male verschlungen … Renate Klöppel erzählt eine schöne Erlebnisgeschichte für Kinder, und Onkel Tobias, der Wetterfrosch, der stets die passende grüne Regenjacke trägt, erklärt die Zusammenhänge am Himmel. Kindergerecht, verständlich und trotzdem korrekt. Ein Genuss sind die Infoboxen mit tollen Wetter- und Wolkenbildern – drum ist das Buch auch ein Geheimtipp für die Eltern!
Sven Plöger, Diplom-Meteorologe und TV-Moderator

Schau hinter die Kulissen: „Nico, Emmi und der Wetterfrosch“ von Renate Klöppel, illustriert von Daniela Veit.

Mirabilis Verlag 2018
24 Euro
ISBN 978-3-9818484-7-2
144 Seiten
mit zahlreichen farbigen Illustrationen von Daniela Veit und vielen farbigen Fotografien vom Wettergeschehen
Hardcover, Fadenheftung, Lesebändchen
versandkostenfreie Lieferung innerhalb der EU
Ein erzählendes Sachbuch für Kinder im Alter von 8 bis etwa 12 Jahren (und darüber hinaus).

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Neueröffnung am 25. August 2018: Shakespeares Enkel – Verlagsbuchhandlung unabhängiger Verlage

 

Morgen, am 25. August 2018, ist es soweit: In Dresden-Pieschen, Weimarische Straße 7 öffnet die Verlagsbuchhandlung Shakespeares Enkel. Mit Schmökerecke, Kaffeeküche und vor allem mit vielen guten Büchern. Und das Besondere daran: Alle Bücher stammen aus unabhängigen Verlagen. Bisher sind 32 Verlage an der Buchhandlung beteiligt – und der Mirabilis Verlag ist natürlich mit dabei. Wir freuen uns auf morgen, auf die Lesungen zur Eröffnung, das Treffen mit den anderen Verlegern, mit Autoren, mit Lesern, Freunden, Interessenten. Kommt einfach vorbei!

Unsere Öffnungszeiten: Mittwoch bis Sonnabend, 15 bis 19 Uhr. Und besonders schön: Es werden regelmäßig Veranstaltungen stattfinden – Lesungen, Musik, Gesprächsrunden …

Und HIER ist ausführlich nachzulesen, was der „Buchmarkt“ über die wohl einzigartige Initiative schreibt.

 

 

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Sommerlesungen –

Daniel Faßbender liest aus „Die weltbeste Geschichte vom Fallen“: am 01.07.2018 im Kulturcafé Lichtung in Köln. – Also wenn Ihr in der Nähe seid: nicht verpassen! (Und ich kann leider, leider nicht kommen … bin aber sicher, dass Daniel die weltbeste Unterstützung erhält. Zum Beispiel durch Johannes von Public Cologne.)

Hier findet Ihr alle Lesetermine von Daniel: https://www.danielfassbender.de/termine

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Daniel Faßbender: Die weltbeste Geschichte vom Fallen

Manchmal ist ja schon die Vorgeschichte eines Buches spannend und erzählenswert, so auch die von Daniel Faßbenders Debütroman „Die weltbeste Geschichte vom Fallen“. Vor etwa einem Jahr las ich, wie so häufig, in Birgit Böllingers immer lesenswertem Blog saetzeundschaetze.com. Der erste Blogbuster-Preis war ausgelobt worden und Sätze & Schätze empfahl mit großer Begeisterung das Manuskript von Daniel Faßbender. HIER nachzulesen und anzuschauen, denn zwei Leseproben als Video, gedreht auf dem Dach eines Kölner Hochhauses – wo findet man sonst so eine originelle Buchvorstellung! Dank Birgits Empfehlung gelangte der Roman auf die Longlist zum Blogbuster-Preis 2017. Die Leseprobe gefiel mir auf Anhieb, und so stellte Birgit den Kontakt zu Daniel und seiner Agentur her.  Kurz vor Weihnachten 2017 unterschrieben wir den Verlagsvertrag.

Und nun ist es schon da, das Buch – heute Morgen ganz frisch aus der Druckerei eingetroffen. Der offizielle Erscheinungstermin ist der 25. Mai 2018. Und HIER auf der Verlagsseite findet Ihr alle Informationen zum Buch und auch den Link zu den beiden Leseproben-Videos.

Ein großes Dankeschön an Birgit! Und natürlich an Daniel – für die unkomplizierte und schöne Zusammenarbeit und ein gutes und spannendes Buch.

Daniel Faßbender: Die weltbeste Geschichte vom Fallen. Roman.

17,90 
inkl. 7% MwSt.
Erscheinungstag: 25.05.2018
Mirabilis Verlag 2018
ISBN 978-3-9818484-6-5
240 Seiten, Klappenbroschur
Umschlaggestaltung: Sebastian Drichelt, Dresden.
versandkostenfreie Lieferung innerhalb der EU

Ein 21-jähriger Roofer verbringt einen großen Teil seiner Zeit auf den Dächern von Stockholm – auf der Suche nach Weite, nach Licht und Luft, auf der Flucht vor Problemen, vor Zwängen und dem Erwachsenwerden. Das Klettern über Dächer, auf Türme und Brückenpylone bedeutet für ihn Abenteuer und Freiheit. Und über den Dächern von Stockholm begegnen ihm auch die Menschen, die einen Unterschied machen – der kleine, dicke alte Mann, der in einer winzigen Hütte auf dem Dach eines Hauses wohnt, und vor allem Bojana, die er bei der Planung eines Stunts auf dem Fernsehturm trifft. Sie begegnen und verlieben sich in einer großen Selbstverständlichkeit, als wäre es nie anders gewesen. Durch Bojana ist er aber plötzlich auch gezwungen, Verantwortung zu übernehmen und sich einem bitteren Familiengeheimnis zu stellen. Zu viel für ihn. Er flieht zurück in die Höhe und riskiert dabei sein Leben.
Dieser Roman von Daniel Faßbender ist nicht nur extrem spannend, sondern auch in mitreißenden Sprachbildern geschrieben. Was ihn aber darüber hinaus bemerkenswert macht, ist der Erzählton: jugendlich, frisch, originell, von einer unglaublichen Leichtigkeit und trotzdem mit Tiefgang. Einzigartig.
Daniel Faßbender ist Journalist und erstellt TV-Beiträge für verschiedene Nachrichtensendungen. Zuvor hat er für eine große Boulevardzeitung geschrieben, Literaturwissenschaft, Politik und Geschichte studiert und als Seemann die Erde umrundet. Er wollte die Welt erst gesehen haben, bevor er Bücher über sie schreibt.
Daniel Faßbender lebt in Köln. „Die weltbeste Geschichte vom Fallen“ ist sein literarisches Debüt.
www.danielfassbender.de

Hier geht es zu den Leseproben als Video: LESEPROBE 1 ; LESEPROBE 2

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Lesung und Künstlergespräch am 12. Mai in Berlin

Solltet Ihr am Wochenende in Berlin sein, lasst Euch diese Veranstaltung in Berlin-Mitte nicht entgehen:

Samstag, 12. Mai 2018 um 16.30 Uhr

im Schaulager der Galerie Poll, Gipsstraße 3 in Berlin, Eintritt frei

Brandmeldungen: Martina Altschäfer und Matthias Beckmann im Gespräch

Martina Altschäfer ist bildende Künstlerin und hat sich ganz der Zeichnung verschrieben. Wer ihre anspielungsreichen, dichten Werke kennt, weiß, dass sie eine Erzählerin ist, die auch das Merkwürdige in kristallklarer Form zu fassen versteht. In „Brandmeldungen“ finden erstmals ihre Geschichten, Textcollagen und Zeichnungen zusammen und lassen die Welt ein kleines bisschen weniger rau erscheinen.

Matthias Beckmann hat nicht nur den Klappentext des ersten Erzählbandes von Martina Altschäfer verfasst. Ihn und die Zeichnerin verbinden viele weitere gemeinsame Projekte und Erlebnisse, von denen im Gespräch zwischen den beiden Künstlern die Rede sein wird.

Eine kleine Ausstellung der Zeichnungen und Textcollagen aus „Brandmeldungen“ begleitet die Veranstaltung.

Martina Altschäfer: Brandmeldungen, Erzählungen
136 Seiten mit 11 Zeichnungen und 8 Textcollagen
Hardcover, Fadenheftung, Lesebändchen, Schutzumschlag,
Mirabilis Verlag, 2017
Preis: 24 Euro

Es ist eine Vorzugsausgabe mit einem Original-Holzschnitt „Hund“, 2017 von Martina Altschäfer in einer Auflage von 30 Exemplaren erschienen.
Preis: 95 €

 

 

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